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Entstehen hier die Jobs von morgen?

Von 14.09.2026 Impact Monday Kommentare sind aus
Foto von Hal Gatewood auf Unsplash

Wenn eine Stelle auf futurejobs landet, ist schon ziemlich viel passiert. Jemand hat ein Problem erkannt. Eine Lösung entwickelt. Manche haben Forschung betrieben, Investor:innen gefunden, erste Kund:innen gewonnen.

Zwanzig Teams standen auf zwei Zürcher Bühnen und präsentierten Lösungen für Wasseraufbereitung, Energiespeicherung, Biodiversität, neue Materialien, Gesundheit, Integration oder politische Teilhabe.

Wir haben uns angeschaut, woran sie arbeiten – und uns gefragt: Wo entstehen daraus Stellen?

Auch die anderen beiden Signale drehen sich diese Woche um solche Übergänge: Fachkräfte, die ihr eigenes Wissen für KI-Modelle aufbereiten. Und ein Programm, das mit Geld, Netzwerk und Berufserfahrung gezielt neue Karrierewege aufbaut.

Dazu kommen zehn Futurejobs, 219 Tonnen Mikroplastik aus der Luft, ein Unternehmen mit gebundenem Eigentum – und Geräusche, die vielleicht bald niemand mehr kennt.

Viel Spass beim Stöbern und einen guten Start in die Woche!

Herzlich,

Michael


Die Top 10 Futurejobs

#1 Wissenschaftliche Mitarbeiter:in für die Begleitung von Wasserbauprojekten – Bundesamt für Umwelt BAFU

Du prägst mit, wie Hochwasserschutz und Gewässerrevitalisierung in der Schweiz geplant, finanziert und umgesetzt werden.

Du prüfst Wasserbauprojekte fachlich und finanziell und wirkst an Strategien und Vollzugshilfen des Bundes mit – an der Schnittstelle von Regeln, Geld und langfristiger Infrastruktur.

Zur Stelle

#2 Co-Geschäftsführung (70–90 %) – Verein Basel2037

Du arbeitest daran, wie Basler KMU ihre Klimastrategien in konkrete Veränderungen von Betrieben und Geschäftsmodellen übersetzen.

In der Co-Geschäftsführung steuerst du das Förderprogramm, verantwortest seine Umsetzung und entwickelst Beratung, Finanzierung und Wissensangebote weiter.

Zur Stelle

#3 Co-Teamleiter:in Abwasser – Kanton Luzern

Du gestaltest mit, wie Abwasserinfrastruktur und Gewässerschutz im Kanton Luzern geplant, bewilligt und weiterentwickelt werden.

Als Co-Teamleiter prägst du die Abwasserstrategie, prüfst kommunale Planungen und erteilst Bewilligungen für relevante Einleitungen.

Zur Stelle

#4 Programme Specialist – SDG Impact Finance Initiative

Du prüfst Förder- und Investmentvorhaben, begleitest Portfolios und bereitest Entscheide darüber vor, wie privates Kapital für Klima- und Entwicklungsziele mobilisiert wird.

Zur Stelle

#5 Projektverantwortliche:r Politik (60–80 %) – Schweizer Tierschutz STS

Du analysierst politische Vorlagen und Vernehmlassungen und arbeitest daran, Tierschutzanliegen in Gesetzgebung, Vollzug und parlamentarische Debatten einzubringen.

Zur Stelle

#6 Strategische Einkäufer:in (80–100 %) – Schweizer Salinen AG

Du entwickelst Beschaffungsstrategien und verankerst wirtschaftliche, ökologische und soziale Kriterien in Ausschreibungen, Vergaben und Verträgen.

Zur Stelle

#7 Raumplaner – Kanton Solothurn

Du gestaltest mit, wie Siedlung, Landschaft, Verkehr und Infrastruktur räumlich aufeinander abgestimmt werden, und arbeitest am behördenverbindlichen Richtplan mit.

Zur Stelle

#8 Ingenieur:in Energieversorgung (80–100 %) – Flughafen Zürich AG

Du entwickelst Wärme-, Kälte- und Energieinfrastruktur weiter und setzt technische Projekte für die Umstellung auf fossilfreie Systeme um.

Zur Stelle

#9 Wissenschaftliche Mitarbeiter:in Biosicherheit / Neobiota – Kanton Zürich

Du vollziehst Vorschriften zu invasiven Arten, entwickelst den kantonalen Massnahmenplan weiter und koordinierst dessen Umsetzung mit Fachstellen und Gemeinden.

Zur Stelle

#10 Projektleitung Impact Catalyst (60–80 %) – SENS

Du steuerst ein Programm, das wirkungsorientierte Start-ups mit Investor und Förderpartnern verbindet, und entwickelst Startup-Auswahl, Investor Relations und Finanzierungsbasis weiter.

Zur Stelle


Drei Signale

Preise für die Ideen. Jobs für die Umsetzung.

Innerhalb von acht Tagen pitchten zwanzig Impact-Teams auf zwei Zürcher Bühnen Lösungen für gesellschaftliche und ökologische Herausforderungen.

Das Spektrum reicht von Langzeitspeichern und seltenen Erden über Biodiversitätsmessung und Hochwasserdaten bis zu neuen Materialien, Sanitärsystemen und politischer Beteiligung.

Uns interessierte weniger, wer gewonnen hat, als was hinter den Ideen steckt:

Woran wird gerade gebaut – und wo entstehen daraus Stellen?

Zum neuen Artikel auf futurejobs

Wenn Fachwissen zu KI-Gigarbeit wird

Architekt:innen, Jurist:innen und Ingenieur:innen verdienen sich in China mit einer neuen Form von Gigwork etwas dazu: Sie trainieren KI anhand von Aufgaben aus ihrem eigenen Berufsalltag.

Datenarbeit für KI war lange vor allem mit schlecht bezahlter Annotation verbunden. Nun wird auch hochqualifiziertes Erfahrungswissen stückweise eingekauft.

Damit entsteht ein eigentümlicher Kreislauf: Fachkräfte machen ihr eigenes Wissen maschinenlesbar – für Systeme, die genau diese professionelle Arbeit künftig übernehmen könnten.

Zur Recherche bei Rest of World (EN)

Wie man Talentströme umlenkt

Die School for Moral Ambition baut an Harvard, Princeton, Stanford und weiteren US-Universitäten einen alternativen Karrierekanal auf.

Je zwölf Studierende pro Campus erhalten 15’000 Dollar, arbeiten zehn Wochen bei einer gemeinwohlorientierten Organisation und erhalten Trainings sowie Zugang zu einem Netzwerk

Das Interessante daran ist nicht der Appell, «etwas Sinnvolles» zu tun. Sondern der Versuch, für alternative Karrierewege dieselbe Infrastruktur aufzubauen wie in Consulting oder Finance: Geld, Praxiserfahrung, Rekrutierung und Netzwerke.

Zu den University Fellowships (EN)


Eine Zahl

219 Tonnen

So viel Mikroplastik der untersuchten Grössenklasse wird laut einer neuen Studie jedes Jahr aus der Atmosphäre auf Schweizer Böden und in Gewässern abgelagert.

Forschende von Empa, Eawag und Agroscope sammelten dafür von Mai 2024 bis Mai 2025 alle vier Wochen nasse und trockene Ablagerungen an fünf Standorten: Zürich, Dübendorf, Magadino, Payerne und Chaumont.

Aus den Messwerten und Landnutzungsdaten berechneten sie für Schweizer Gebiete unterhalb von 2000 Metern Höhe eine jährliche Ablagerung von 219 Tonnen.

Untersucht wurden Partikel zwischen 20 und 215 Mikrometern; Reifenabrieb ist in der Hochrechnung nicht enthalten.

Zur Studie «Wet and dry atmospheric deposition of microplastics at urban, suburban, rural and mountainous sites in Switzerland» (EN)


Aus unserem Netzwerk

Unterstützung für nachhaltige Start-Ups

Du arbeitest selbst daran, aus einer guten Idee ein funktionierendes Unternehmen zu machen?

re:morrow hat im August eine Plattform lanciert, die nachhaltige Start-ups mit konkreter Unterstützung zusammenbringt: Neben einem qualifizierten Aussenblick auf ihre Nachhaltigkeit erhalten sie auch Zugang zu allerlei kostenlosen oder stark vergünstigten Dienstleistungen wie Strategieberatung, Meetingräumen oder Foto-Shootings.

Vor dem Zugang durchlaufen die Start-Ups ein eigenes Scoring. Noch bis Ende September ist das Onboarding kostenlos.

re:morrow entdecken


Ein Fund

Wie sagte man das eigentlich früher?

Das Schweizerische Idiotikon dokumentiert den Wortschatz der deutschsprachigen Schweiz vom Spätmittelalter bis in die Gegenwart.

17 Bände der Schweizer Sprachgeschichte – digital durchsuchbar.

Perfekt, um nach einem Wort zu suchen und zwanzig Minuten später ganz woanders zu landen.

Im Schweizerischen Idiotikon stöbern

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